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Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Adrian Andermatt vom 6.5.2009

Die Tangente zerstört ein Naherholungsgebiet

Der Kantonsrat hat sich in seiner ersten Lesung über das Strassenprojekt Tangente Zug/Baar (TZB) deutlich für die TZB ausgesprochen. In der Abstimmung über das Projekt waren ausnahmslos alle bürgerlichen Kantonsrätinnen und Kantonsräte für die TZB, und aufgrund der Mehrheitsverhältnisse war somit auch das Ergebnis klar. Dieses Stimmverhalten der bürgerlichen Mehrheit im Kantonsrat widerspiegelt jedoch in keiner Art und Weise die sehr viel differenziertere Sichtweise der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler in Bezug auf umstrittene Strassenprojekte. Klar gezeigt hat dies zum Beispiel die Abstimmung über die Umfahrung Cham/Hünenberg (UCH) im Jahre 2007. Denn das äusserst knappe Resultat (Zufallsmehr von 0,3 Prozent) wäre nicht zu Stande gekommen, wenn nicht ein beträchtlicher Teil der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler des Kantons Zug gegen die UCH gestimmt hätten.

Gerade als bürgerlicher Wähler bin ich daher froh, dass – erfolgreiches Referendum vorausgesetzt – nicht der Kantonsrat, sondern der Souverän das letzte Wort in Sachen TZB hat. Denn bei der TZB geht es nicht um eine ideologische Grundsatzfrage (pro oder contra Wirtschaft, Wachstum usw.), sondern um ein konkretes Sachgeschäft, welches aufgrund des ungenügenden Kosten-Nutzen-Verhältnisses, der Zerschneidungs- und Zersiedlungseffekte, der mangelnden Entlastungswirkungen für die Zentren von Zug und Baar und der unerwünschten Verkehrsverlagerungen schlicht nicht überzeugt. Und für die dringend notwendige Erschliessung des Industrie- und Gewerbegebiets Baarermatt/Göbli benötigt es die TZB in ihrer Gesamtheit ebenfalls nicht.

Adrian Andermatt, Baar

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