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Leserbrief von Christina Huber Keiser vom 8.5.2009
«Über Tangente wird noch abgestimmt»
Eine Mehrheit des Zuger Kantonsrates hat in erster Lesung einen Objektkredit von 201 Millionen Franken für Planung, Landerwerb und Bau der Tangente Zug/Baar (TZB) beschlossen. Erstaunt hat mich, dass bürgerliche Sparpolitiker diesem Megakredit widerstandslos zugestimmt haben. Der Antrag der SP und der Alternativen, die Gelder in zwei Schritten zu sprechen – also ein so genanntes zweistufiges Verfahren durchzuführen – und vorderhand nur einen Projektierungskredit von 20 Millionen zu sprechen, scheiterte deutlich. Wir betrieben Verhinderungspolitik, wurde uns vorgeworfen. Ja, wir wollen die TZB, so wie sie derzeit geplant ist, verhindern. Und wir haben gute Gründe dafür: So entlastet die TZB die Städte Baar und Zug nur unmerklich. Die TZB zerstört ein Naherholungsgebiet. Die TZB bringt insbesondere in Inwil Mehrverkehr und führt damit zu einer Verringerung der Lebensqualität der Anwohner.
Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit für ein Strassenbauprojekt, von dem wir noch nicht wissen, wie es definitiv aussehen wird, 201 Millionen Franken zu sprechen. Und wir sind erst recht nicht bereit für ein Projekt, das keinen genügenden Nutzen bringt, so viel Geld zum Fenster rauszuwerfen.
Christina Huber Keiser, Kantonsrätin SP, Zug