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Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Adrian Andermatt vom 15.6.2009

Zug braucht den Stadttunnel

Eines der zentralen Argumente der Befürworter der Tangente Zug-Baar ist die angebliche verkehrsentlastende Wirkung der Tangente in Bezug auf die Zentren der Stadt Zug sowie der Gemeinde Baar. Ein Argument, welches in zahlreichen Leserbriefen von Befürwortern und auch in der Zeitungsberichterstattung immer wieder zur Rechtfertigung der Tangente herangezogen wird. Tatsache ist jedoch – und dies geht klar aus dem Zusatzbericht des Regierungsrates vom 22. Dezember 2009 hervor –, dass die Tangente die Zentren von Zug und Baar nicht bzw. nur marginal entlasten wird. Eines der zentralen Argumente der Befürworter und auch der Regierung ist daher schlicht falsch.

Will man das Stadtzentrum von Zug effektiv vom Verkehr entlasten, gibt es nur eine Lösung, nämlich den Stadttunnel. Und was die Finanzierung des Stadttunnels betrifft, gilt es zu bedenken, dass die Realisierung der Tangente gemäss Regierungsrat einzig die Finanzierung der anderen Strassenbauprojekte erster Priorität nicht gefährdet. Dies bedeutet jedoch auch, dass der Bau der Tangente die Finanzierung des Stadttunnels als Strassenprojekt zweiter Priorität durchaus gefährden kann.

Ich bin für Strassen. Jedoch nur für solche, die auch einer Kosten-Nutzen-Prüfung standhalten. Ich bin daher klar für die dringend notwendige bessere Erschliessung der Arbeitsplatzgebiete Baarermatte/Göbli mit der Autobahn, was gleichzeitig auch eine Entlastung des Dorfzentrums von Baar vom Durchgangsverkehr bewirken würde. Auch das Projekt Stadttunnel klingt sehr vielversprechend. Das Strassenprojekt «Tangente Zug-Baar», welches auch gemäss dem Zuger Stadtrat ein ungenügendes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist und zudem die Finanzierung viel sinvollerer Projekte wie des Stadttunnels gefährdet, lehne ich jedoch entschieden ab.

Adrian Andermatt, Baar

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