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Leserbrief von Martin Stuber vom 15.6.2009
Denkstau - Diskussion willkommen
Ich habe mich über den heutigen Leserbrief von Herrn Risi gefreut. Es ist für die Abstimmung über die Tangente sinnvoll, wenn eine Diskussion über die Auswirkungen dieser Strasse auf die Stausituation in Gang kommt. Im Kantonsrat war dies leider nicht der Fall.
Da Herr Risi nicht im Kantonsrat anwesend war und er wahrscheinlich mein Votum bzgl. Stau, das auf www.zug-tv.ch öffentlich zugänglich ist, nicht gesehen hat, dürfte ein Missverständnis vorliegen.
Die besagte Staustudie des Kantons ist tatsächlich für die Situation im Jahr 2000 gemacht worden, so wie Herr Risi schreibt. Entscheidend ist aber, dass diese Studie eine fundierte Grundlage für die zukünftige Eruierung der Stau- und Langsamfahrkosten bietet. Dank dieser Studie können tatsächlich Äpfel mit Äpfeln verglichen werden. Denn: was als Stau definiert wird und wie die Kosten, die er verursacht, gerechnet werden, dafür gibt es verschiedene Ansätze und Methoden.
Die Studie des Kantons liefert dafür eben eine wissenschaftliche Grundlage, so dass ausgehend von den Modellrechnungen für den Verkehrszustand nach dem Bau der Tangente relativ einfach die dannzumaligen Stau- und Langsamfahrkosten vorausgesagt werden können.
Und die Studie sagt übrigens ganz klar, dass die durch eine Strasse verursachte Verminderung dieser Kosten gegen die Projektkosten dieser Strasse gestellt werden sollen, um abzuschätzen, ob es sich überhaupt lohnt, die Strasse zu bauen (Seite Z-6 in der Studie). Dies wurde bei der Tangente nicht gemacht, obwohl die Werkzeuge dafür vorliegen.
Dies nachzuholen bezweckte unser Antrag, von dem der Kantonsrat leider nichts wissen wollte. Herr Risi wird verstehen, dass diese Weigerung ein gewisses Misstrauen auslöst.
Martin Stuber, Kantonsrat Zug