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Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Adrian Andermatt, 8.7.2009

Maximal sind nur die Baukosten

Die Leserbriefschreiber Leo Ohnsorg und Ulrich Bollmann, Letzterer im Namen des Komitees «Pro Tangente Zug/Baar», führen in ihren Beiträgen die angeblich wesentlichen Fakten im Zusammenhang mit dem Strassenprojekt Tangente Zug/Baar (TZB/Tangente) auf, welche ihres Erachtens klar für die Realisierung dieses Strassenprojektes sprechen. Dass die beiden Herren dabei in keiner Art und Weise auf die Kosten der Tangente eingehen und weitere, effektiv wesentliche Fakten lieber nicht nennen, erstaunt nicht.

Das sind die Fakten
Ich erlaube mir daher, mit Fakten kurz auf die offiziellen Argumente der Zuger Regierung und der anderen Tangenten-Befürwortern in Sachen TZB einzugehen.

Verbinden: «Die TZB verbindet die Autobahn auf direktem Weg mit den Berggemeinden.» Fakt ist, dass nur rund 30 Prozent der Automobilisten vom Berg überhaupt direkt auf die Autobahn wollen.

Erschliessen: «Die aufstrebenden Arbeitsplatzgebiete Baarermatte, Göbli, Neufeld und Neuhof werden sowohl untereinander als auch von der Autobahn her besser erschlossen.» Fakt ist, dass es für die klar notwendige, bessere Erschliessung dieser Arbeitsplatzgebiete die Tangente in ihrer Gesamtheit nicht benötigt.

Entlasten: «Der Verkehr in den Zentren von Zug und Baar nimmt merklich ab.» Fakt ist, dass die überwiegende Mehrheit der Automobilisten vom Berg weiterhin in die Zentren von Baar und Zug wollen. Daher wird es auch keine effektive Entlastung dieser Zentren geben, was auch die offiziellen Verkehrsflusszahlen der Regierung belegen.

Vernetzen: «Schliesslich vernetzt die TZB bestehende Verkehrswege.» Fakt ist, dass die bestehenden Verkehrswege bereits heute vernetzt sind.

Fakt ist somit, dass die mit den genannten Schlagwörtern umschriebenen Ziele der Tangente mit dem heute vorliegenden Projekt nicht erreicht werden können. Fakt ist weiter, dass die Tangente das Stauproblem in und zu den Zentren nicht lösen wird. Namentlich wird es im Bereich Knoten Süd-/Weststrasse tangentenbedingt zusätzliche Staus geben, da dieser Verkehrsknoten bereits mit der Eröffnung der Nordzufahrt an seine Kapazitätsgrenzen stossen wird.

Der effektive Nutzen der TZB ist somit minimal. Maximal hingegen sind die Kosten. Diese umfassen einerseits die geplanten Investitionen von über 200 Millionen Franken und andererseits die durch die Tangente bedingten Zerschneidungs- und Zersiedlungseffekte und Verkehrsverlagerungen in andere Wohngebiete sowie auch die Zerstörung eines viel genutzten Erholungsgebietes. Fakt ist daher ebenfalls, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Tangente absolut ungenügend ist, weshalb sich die Realisierung der Tangente auch nicht rechtfertigen lässt.

Ich bin davon überzeugt, dass das Zuger Stimmvolk – gestützt auf sämtliche Fakten – das Strassenprojekt Tangente Zug/Baar am 29. November 2009 ablehnen wird.

Adrian Andermatt, Baar

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