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Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Adrian Andermatt vom 14.7.2009

Auch bürgerliche Wähler sind gegen die Tangente

Karl Betschart verkennt in seinem Leserbrief zur Tangente Zug/Baar, dass die Gegnerschaft der Tangente nicht nur aus dem links-grün-alternativen Lager besteht, sondern auch eine grosse Anzahl von bürgerlichen Wählerinnen und Wählern umfasst. Denn das Zuger Stimmvolk lässt sich – gerade bei umstrittenen Strassenprojekten – nicht in ein Links-rechts-Schema pressen. Dies kam denn auch ganz klar bei der Abstimmung über die Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) im Jahre 2007 zum Ausdruck. Denn das äusserst knappe Resultat (Zufallsmehr von 0,3 Prozent) wäre damals nicht zu Stande gekommen, wenn nicht ein beträchtlicher Teil der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler des Kantons Zug gegen die UCH gestimmt hätten.
Ich bin davon überzeugt, dass gerade auch die bürgerlichen Wählerinnen und Wähler unseres Kantons – zu denen ich mich auch zähle – das Strassenprojekt Tangente Zug/Baar nüchtern analysieren und zum Schluss kommen werden, dass ein Strassenprojekt, welches nur eine bescheidene Entlastungswirkung für die Zentren haben wird und somit auch das Stauproblem nicht lösen kann, welches zu Verkehrsverlagerungen in andere Wohngebiete führen und zudem ein viel genutztes Naherholungsgebiet zerstören wird und auch für die klar notwendige bessere Anschliessung der Arbeitsplatzgebiete Baarermatte/Göbli nicht erforderlich ist, nicht überzeugt. Der Wirtschafts- und Lebensstandort Zug braucht, um auch in Zukunft für die Zuger Bevölkerung attraktiv zu bleiben, auch eine einigermassen intakte Landschaft. Diese für eine Strasse zu opfern, die unsere Verkehrsprobleme in keiner Art und Weise lösen kann, ist es schlicht nicht wert. Auch aus bürgerlicher Sicht nicht.

Adrian Andermatt, Baar

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