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Leserbrief von Philipp Kissling vom 22.7.2009
Katastrophe für Bauern
In weiser Voraussicht haben unsere Vorfahren im Kanton Zug verschiedene Gebiete freigehalten. Diese sogenannt grünen Lungen dienen als Erholungs- und Anbaugebiete. Da diese Gebiete meist in der Hand von ein paar wenigen Bauern sind und darauf keine Bauten stehen, glauben nun die meisten bürgerlichen Politiker, ihre geplanten Strassen einfach durch diese Gebiete bauen zu können.
Gerade in der heutigen Zeit bedeutet das für die wenigen noch verbliebenen Bauern eine Katastrophe. Auf nationaler Ebene wollen die Politiker den Agrarmarkt öffnen, und so stehen unsere Bauern in Konkurrenz zu den europäischen Bauern. Die Bedingungen für die Landwirtschaft sind in der Schweiz schlecht, da unser Land stark zerstückelt ist. Mit jeder neuen Strasse werden die Stücke noch kleiner und der Aufwand für die Bauern dementsprechend grösser. Doch nicht nur die Bauern, die zusätzlich ihr Land dem Strassenbau opfern müssen, werden von diesen Strassen betroffen sein. Da das Gebiet unverbaut ist, ist der Strassenlärm viel weiter zu hören. Zusätzlich ist die Strasse sichtbar und verschandelt die Gegend. Für die Erholung sind genau diese zwei Faktoren wichtig.
Von vielen Politikern wird immer wieder betont, dass der Kanton Zug nicht nur wegen der Steuern attraktiv sei, sondern auch wegen der Landschaft. Wollen wir diesen Vorteil wirklich dem motorisierten Individualverkehr opfern? Gehen Sie zur Abstimmung und sagen Sie Nein zu der Tangente Zug-Baar.
Philipp Kissling, Oberwil