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Leserbrief von Erich Knecht vom 23.7.2009

Die Tangentiale und das Konzert
Zum Leserbrief «Die Tangentiale und ein Konzert» vom 20. Juli. Erich Knecht, Baar

Herr Jules Schlosser aus Cham verglich in einem Leserbrief die geplante Tangente mit dem schönen Erlebnis eins besuchten klassischen Konzertes und schrieb von Gemeinsamkeiten in Harmonie, Perfektion und funktionaler Einheit. Der Brief ist ja sehr interessant. Man könnte aber auch einen Vergleich zwischen einem wunderschönen Konzert und einem der vielen schönen Landschaftsgebiete machen, zu welchen wir Sorge tragen sollten.

Dieses Gebiet zwischen Grund, Burgmatt und Geissbüel im Norden sowie Margel und Grossacher im Süden und Neufeld im Westen ist im Zonenplan Baar als Landschaftsschutzzone eingetragen. Es ist auch bei mehreren Zonenplanrevisionen trotz Einzonungsbegehren als landschaftlich wichtiger Trenngürtel erhalten geblieben. In den letzten Jahren wurde lediglich ein neues Wohnhaus als Ersatzbaute erstellt. Neuüberbauungen gab es nur in der bestehenden Bauzone südlich des Margelbaches im Gebiet Rain östlich von Inwil.

Unsere schöne Landschaft im Kanton Zug ist langfristig gesehen wohl das wichtigste Gut für die Bevölkerung und die Attraktivität des Kantons. Dies ist für mich auch ein qualitativ wichtiges Gesamtkonzept, das es zu erhalten gilt und steht hier leider im Widerspruch zum Gesamtverkehrskonzept. Um auf den Vergleich mit dem Konzept zurückzukommen: Für mich ist die Tangente Zug/Baar eine landschaftliche Disharmonie und nicht harmonisch.

Nur eines von mehreren Beispielen dazu; die Inwilerstrasse überquert als Rad- und Fussweg die Tangente und ein kleines verschlammtes Bächlein mit einer 70 Meter langen und 6 Meter breiten Brücke sowie beidseitigen Rampen mit 50 Meter und 70 Meter langen Dammschüttungen. Und dies im topfebenen Gebiet zwischen Inwil und Baar!

Erich Knecht, Baar

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