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Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Josef Lang vom 10.8.2009

In seinem Leserbrief unterstützt Franz Glanzmann das Engagement gegen die «Zerstörung des noch vorhandenen Grüngürtels zwischen Baar und Inwil». Damit zeigt er, dass man nicht «grün und links» sein muss, um dieses «teure und umweltfeindliche Projekt» (Zitat Glanzmann) abzulehnen. Wenn Herr Glanzmann darüber hinaus festhält, dass es mit der alleinigen Ablehnung der Tangente nicht getan ist, liegt er auch richtig. Allerdings ist es fragwürdig, wenn er die Ursachen für die Fehlentwicklungen in unserem Kanton den «Grünen und Linken» sowie der Personenfreizügigkeit in die Schuhe schiebt.
Die Hauptursache für das grösste soziale Problem in unserem Kanton, die soziale Verdrängung, aber auch für die Zunahme des Pendlerverkehrs und die Verschandelung der Landschaft liegt in einer verfehlten Steuerpolitik. Je tiefer die Steuern sind, desto mehr Reiche und Firmen hat es und desto teurer werden die Boden- und Mietpreise. Bekanntlich brauchen hohe Einkommen mehr Platz als mittlere und tiefere. (Ob die Reichen aus anderen Kantonen oder Ländern nach Zug kommen, ist wohnungs- und verkehrspolitisch nebensächlich.) Kommt dazu, dass jede Familie, die ihr Brot im Kanton Zug verdient, aber ausserhalb des Kantons wohnen muss, eher gezwungen oder versucht ist, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Deshalb sind die drei wichtigsten Massnahmen zur Lösung oder mindestens Linderung der von Franz Glanzmann genannten Probleme «immer mehr Strassen und damit Landverschleiss, Lärm und Gestank» die folgenden: Hören wir auf mit den Steuersenkungen, die den Durchschnittsverdienenden bloss das Leben verteuern und den Pendlerverkehr steigern! Fördern wir den preisgünstigen Wohnbau (auch in richtig gelegenen Hochhäusern), indem der Kanton und die Gemeinden für die Wohnbaugenossenschaften Land beschaffen! Fördern wir den öffentlichen Verkehr, insbesondere den ins Ägerital! Und was die von Herrn Glanzmann erwähnten «Luxuskarossen» (die grossmehrheitlich von Wohlhabenden und nicht von Sozialbezügern gefahren werden) betrifft, mache ich auf die kommende Volksabstimmung «Stopp Offroader» aufmerksam. Zuerst aber kommt die Tangente vors Volk. Und hier bin ich froh, mit dem politisch anders denkenden Franz Glanzmann am gleichen Strick in die gleiche ökologische Richtung ziehen zu können.

Josef Lang, Zug

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