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Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Magda Feldmann-Müller vom 29.9.2009

Missbrauchte Nachbarschaften?

Am kommenden Donnerstag findet im Loreto eine so genannte «Informationsveranstaltung» zur Tangente Zug/Baar statt. Die Einladung hierzu wurde uns gleichzeitig mit der Einladung zur alljährlichen Loreto-Chilbi, im Namen der drei Nachbarschaften Lüssi-Loreto, Rötel und St. Michael und unterschrieben durch die drei Nachbarschaftspräsidenten zugesandt. Wer diese Einladung jedoch studiert, stellt fest, dass es sich bei dieser Informationsveranstaltung um eine sehr einseitige Sache handelt. Im Podium dieser Diskussion sitzen nämlich nebst dem Zuger Baudirektor Heinz Tännler ausschliesslich weitere Tangenten-Befürworter. Es scheint sich hier also um eine reine Verkaufsveranstaltung für die Tangente zu handeln.

Organisator ist die Landis Bau
Als Mitglied der Nachbarschaft Lüssi-Loreto habe ich versucht, über eine Intervention beim Präsidenten zu bewirken, dass auch die Gegner Gelegenheit erhalten, ihre Informationen und Argumente an ebendieser Veranstaltung im Podium darzulegen. Dabei habe ich erfahren, dass entgegen dem Flugblatt gar nicht die drei Nachbarschaften diese Veranstaltungen organisieren, sondern Karl Rust. Karl Rust ist Besitzer der Landis Bau AG. Die Landis Bau AG ist am Bau der Nordzufahrt beteiligt, sie kann wohl auch mit Aufträgen bei einem allfälligen Bau der Tangente rechnen.

Die drei Nachbarschaften müssen sich die Frage stellen lassen, ob sie sich nicht für einseitige politische Zwecke missbrauchen lassen. Wenn sie nicht dafür sorgen, dass am kommenden Donnerstag eine faire, neutrale Veranstaltung mit Beteiligung der Gegner der Tangente stattfindet, liegt die Antwort auf diese Frage auf der Hand. Und ich muss mir die Frage stellen, was der Sinn und Zweck meiner Nachbarschaft ist.

Magda Feldmann-Müller, Zug

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