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Leserbrief von Franz Akermann vom 30.9.2009
Information oder Propaganda?
Wenn sich Nachbarschaften über die Förderung gesellschaftlicher Kontakte hinaus mit politischen Fragen befassen, so ist das sehr begrüssenswert, denn es dient dem Leben in der Gemeinde. Wenn solche Vereine aber im Vorfeld einer kantonalen Abstimmung zu einem Informationsanlass einladen und lediglich die befürwortende Seite informiert und moderiert, so wird dies problematisch. Das repräsentiert nicht die Meinungsvielfalt.
Kein Gegengewicht
Konkret: Die drei Nachbarschaften St. Michael, Lüssi und Rötel führen morgen Donnerstag eine Veranstaltung zur Abstimmung über das Strassenbauprojekt Tangente durch. An dieser informieren der kantonale Baudirektor (SVP) und die städtische Bauchefin (CVP); ein Gemeinderat (FDP) moderiert. Dabei fehlt als Gegengewicht jemand, der kompetent die Gründe einer ablehnenden Haltung vertritt und die Projekt-Schwächen aufdeckt wie zum Beispiel das ungenügende Kosten-Nutzen-Verhältnis und die kaum wahrnehmbare Lärmminderung in den zu entlastenden Strassen in Baar und Zug. Ziel der Veranstaltung müsste es sein, den Bürger in Kenntnis über das Projekt samt dessen Risiken zu setzen und ihm einen autonomen Stimmentscheid zu ermöglichen.
Franz Akermann, Mitglied GGR Zug