
Komitee Grüne Lunge Zug Baar
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Leserbrief von Marc Bucher, 06.10.2009
Tangente: Zwei Punkte klarstellen
Die «Neue Zuger Zeitung» berichtete kürzlich über eine Informationsveranstaltung zum Tangentenprojekt im Zugorama. Als Direktbetroffener mit einem Gewerbebetrieb an der Grienbachstrasse möchte ich zwei Punkte klarstellen: Unter der Voraussetzung, dass dies eine neutrale Informationsveranstaltung sei, habe auch ich meinen Namen für das Einladungsflugblatt gegeben.
Andere Sicht nicht gezeigt
Die Veranstaltung war dann aber nicht neutral. Der Baudirektor präsentierte das Vorhaben mit viel Überzeugung. Aber ans Rednerpult wurde keine zusätzliche Stimme eingeladen, die eine andere Sicht gezeigt hätte. Zum Glück gab es dann aber doch einige Voten aus dem Publikum mit anderen, interessanten Informationen.
Sind Ausgaben gerechtfertigt?
Als Autofahrer muss ich zugeben, dass das Projekt Tangente toll ausschaut. Wenn ich die Tangente aber als Unternehmer anschaue, muss ich mir doch überlegen, ob es sinnvoll ist, 200 Millionen Franken für dieses Projekt einzusetzen. Schaut man die jetzige Situation an, so fahren rund 8000 Fahrzeuge von den Berggemeinden nach Baar und etwa gleich viele über die «graue Gutschrankabfahrt» nach Zug Nord – und dies eigentlich ohne wesentliche Staus. Darf dieses Projekt so viel kosten wie das Kantonsspital, das der ganzen Bevölkerung zugutekommt, nur um einen Teil dieser 16 000 Fahrzeuge anders zu lenken? Dazu kommt, dass die Menzinger geschlossen die Tangente in Frage stellen und die Ägerer in letzter Zeit ihr eigenes Zentrum aufbauen, sodass weniger Verkehr nach Zug generiert werden sollte.
Busse durchlassen
Ich denke, dass das Votum aus dem Publikum für eine Verlängerung der Industriestrasse zur Kreuzung Baarerstrasse/Südstrasse eine Überlegung wert ist, auch weil dieses Projekt schnell und mit wenig Aufwand realisiert werden könnte.
Aber an erster Stelle müsste auf der Strecke Zug–Baar dem Busverkehr eine flüssige Durchfahrt gewährleistet werden, was einige Leute dazu bewegen könnte, vom Auto wieder auf den Bus umzusteigen. Ebenfalls müsste man den Stadttunnel forcieren – und überregional den Hirzeltunnel.
Marc Bucher, Zug