Leserbrief von Christina Huber Keiser vom 20.10.2009
Hugo Berchtold, Unternehmensleiter ZVB, wirbt in einem Interview für die Tangente Zug/Baar. Unter anderem behauptet er, dass die Tangente im Gebiet Kolinplatz/Neugasse zu einer Verbesserung der Verkehrssituation beitragen wird, welche dem öV Vorteile verschafft. Ich weiss nicht, ob Herr Berchtold die Belastungskarten in der regierungsrätlichen Vorlage studiert hat. Vermutlich nicht, denn hätte er dies getan, wüsste er, dass die Tangente Zug/Baar die Zuger Neugasse nicht wirklich entlastet: Der Verkehr wird dort um gerade mal 300 Autos täglich reduziert (von 21 000 auf 20 700). Bei der Grabenstrasse beträgt die Reduktion gerade mal 100 Fahrzeuge täglich (von 22 600 auf 22 500). Zieht man dann noch in Betracht, dass etwa die Industriestrasse in Zug mit der Tangente gar eine Mehrbelastung erfahren wird, stellt sich mir die Frage, ob die Tangente der ZVB tatsächlich so viel bringt.
Lieber Stadttunnel realisieren
Soll die Situation für den öV nachhaltig verbessert werden, dann täten wir besser daran, den Stadttunnel zu realisieren. Denn dieser ist es, welcher eine echte Entlastung in der Zuger Innenstadt bringt und dafür sorgt, dass die Busse in den Spitzenzeiten nicht mehr stecken bleiben.
Christina Huber Keiser, Kantonsrätin SP, Zug
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